Der Text als pdf-Datei: 20260505_K_18_0696_Leerstaende_Innenstadt_Sterkrade
Kleine Anfrage von Stadtverordneten und Bezirksvertretern nach § 7 der Geschäftsordnung des Rates als Nr. K/18/0696 vom 7. 4. 2026 von J. Lange (AfD).
Betr.: Leerstände in der Sterkrader Innenstadt.
Antwort der Stadtverwaltung vom 29. 4. 2026 als K/18/0696-01.
Der anhaltende Leerstand großflächiger Einzelhandelsimmobilien stellt eine erhebliche Belastung für die Attraktivität und Entwicklung der Sterkrader Innenstadt dar. Insbesondere die ehemals stark frequentierten Standorte MAX Bahr, Möbelhaus Finke und das frühere Kaufland-Gebäude prägen derzeit durch Leerstand das Stadtbild in negativer Weise.
Letzteres steht ungeachtet der im September 2023 vollendeten Neugestaltung des „Kleinen Marktes“ in Sterkrade weiterhin leer.
Angesichts der Bedeutung der genannten Immobilien ergeben sich folgende Fragen:
Frage 1:
Wie ist der aktuelle Stand der Gespräche zwischen den jeweiligen Eigentümern und der städtischen Verwaltung über eine mögliche Folgenutzung?
Frage 2:
Welche möglichen Nutzungskonzepte haben am ehesten eine Aussicht auf Verwirklichung?
Frage 3:
Welche Zukunftsperspektiven bestehen oder sind aus städtebaulicher Sicht gewünscht?
Stellungnahme der Verwaltung zu den Fragen 1-3:
Die Sterkrader Innenstadt ist als Zentraler Versorgungsbereich (ZVB) im Einzelhandelskonzept der Stadt Oberhausen ausgewiesen. Die vorgenannten Immobilien sind Bestandteil dieser Konzentrationszone, so daß hier ein besonders investitionsförderndes Planungsrecht besteht; in einem ZVB kann und soll großflächiger Einzelhandel angesiedelt werden. Ferner besteht über die Stadterneuerungskulisse Sterkrade die Möglichkeit, exklusiv über das Citymanagement Sterkrade Beratungs- und Serviceleistungen kostenfrei einzuholen, um Entwicklungsprozesse und Fördermodalitäten anzustoßen; dabei unterstützt die Stadtverwaltung proaktiv. Die vorgenannten Immobilien und Grundstücke haben das Potential, die Innenstadt durch neue Impulse im Kontext einer nutzungsgemischten Stadtentwicklungsstrategie zu vitalisieren (Wohnen, Handel, Kultur, Bildung, Dienstleistung). Insbesondere durch den neuen Bauturbo besteht die Möglichkeit, schnell nachhaltige Immobilienprojekte umzusetzen. Daher hat die Stadtverwaltung bereits zu den Eigentümern Kontakt aufgenommen und intensiviert die Gespräche regelmäßig; die nächsten Termine sind vereinbart. Ziel ist es, die Entwicklungsbereitschaft der Eigentümer im Hinblick auf die Aktivierung der Grundstücke und Immobilien zu fördern und zu unterstützen. Dabei sind verschiedene Szenarien und Kalkulationsansätze diskutiert worden. Die Bereitschaft und das Engagement der Eigentümer, die Entwicklung der Sterkrader Innenstadt auf Basis des Unterstützungsangebotes der Stadtverwaltung zu intensivieren, ist als defensiv und verhalten zu bewerten.